In den letzten Jahrzehnten hat sich in weiten Teilen der Welt ein tiefgreifender und unaufhaltsamer Wandel hin zum Verzehr verarbeiteter Lebensmittel vollzogen. Schon die Definition von „verarbeitet“ kennt Untergruppen, wobei hochverarbeitete Lebensmittel (UPF) wegen ihres Nährwerts genau beobachtet und kritisiert werden. Das setzt globale Konzerne unter Druck, chemische Zusatzstoffe zu reduzieren (vgl. die kürzlich veröffentlichten Zusagen, künstliche Farbstoffe bis 2027 zu streichen).
In ihrer einfachsten Form kann Verarbeitung bedeuten, Gemüse oder Obst durch ein Bad zu führen, um Erde und Fremdkörper zu entfernen; im Extremfall kann sie die grundlegende Umwandlung und Kombination gegarter und gefrorener Rohstoffe tierischen und pflanzlichen Ursprungs zu einem verzehrfertigen Gericht umfassen.
Jeder Eingriff eines Werks oder einer Zentralküche, der die Qualität der in Verkehr gebrachten Lebensmittel verändert, kann als Verarbeitung gelten. Ein „Verarbeiter“, der biologische Gefahren in seinem Betrieb vermeiden will, muss die grundlegenden Regeln der Lebensmittelhygiene einhalten.
Je größer der Verarbeiter, desto größer der Kundenkreis; je anfälliger das Lebensmittel für die Entwicklung von Krankheitserregern, desto höher das Risiko. Diese und weitere Faktoren verstärken die Risiken für die öffentliche Gesundheit und die Gefahr hoher finanzieller Strafen.
Die Einführung von Standards und Regeln zu ihrer Einhaltung hat sich in den letzten 40 Jahren zu einer globalen Bewegung für Lebensmittelsicherheit entwickelt – angetrieben von immer anspruchsvolleren und besser informierten Verbrauchern und umgesetzt bzw. durchgesetzt von internen Qualitätsteams in den Werken sowie von zertifizierten Auditoren.
Globale Initiativen wie der Codex Alimentarius und die Global Food Safety Initiative (GFSI) sind entstanden, um die Vielzahl an Standards und Auditsystemen zu koordinieren und zu harmonisieren.
Ein Großteil der Aufmerksamkeit galt jedoch der Lebensmittelverarbeitung selbst und der Eindämmung schlechter Praktiken, der Risikominderung und der Identifizierung von Schwachstellen in der Produktionslinie. Weniger Gedanken wurden darauf verwendet, wie Werke und Maschinen konstruiert sind und wie eine bessere Konstruktion und Verarbeitung der Materialien die Lebensmittelsicherheit erhöhen kann.
Die European Hygienic Engineering & Design Group (EHEDG) wurde gegründet, um genau dies in die Praxis umzusetzen. Sie hat ein globales Expertennetzwerk aufgebaut, das Leitlinien für die Konstruktion sicherer, reinigungsfreundlicher Maschinen erarbeitet und viele weitere Aktivitäten durchführt, um die Botschaft des sogenannten Hygienic Design zu verbreiten. Dies war zunächst ein einzigartiges Vorhaben, das durch konkrete Ratschläge und Erkenntnisse zur Konstruktion und Anordnung von Verarbeitungsanlagen und Produktionshallen wesentlich zur Lebensmittelsicherheit beiträgt. Die Botschaft ist klar: Professionelle Beachtung der Hygienic-Design-Prinzipien verringert hygienische Gefahren und Risiken. Volta Belting ist seit über 12 Jahren stolzes Mitglied der EHEDG und wirkt an der Entwicklung internationaler Leitlinien zum Hygienic Design von Förderern und Förderbändern mit.
Volta Belting: Vorreiter der Branche
Die EHEDG-Leitlinie 42 erkennt monolithische thermoplastische Bänder als einzige generische Art von Kunststoffbändern ohne inhärentes Hygienerisiko an – im Gegensatz zu herkömmlichen Modulbändern oder PU-Gewebebändern. Monolithische Bänder kommen ohne zusätzliche Materialien und Teile wie Gewebeschichten oder Glieder und Stifte aus, die Krankheitserregern als Brutstätte dienen. Sie verbinden die Flexibilität von PU-Gewebebändern mit der Widerstandsfähigkeit und Haltbarkeit von Modulbändern – mechanische und hygienische Lebensdauer gehen Hand in Hand. Kein anderes Kunststoffmaterial bietet das. Zudem benötigen sie weniger Reinigungszeit und Ressourcen für die Desinfektion (Wasser, Chemikalien und Personal) und senken so die Gesamtbetriebskosten erheblich.
Unabhängige Studien belegen 55 % Einsparungen bei den Reinigungskosten für monolithische Bänder im Vergleich zu Modulbändern – und 75 %, wenn die Kosten für die Reinigung des Förderers einbezogen werden.
Das verborgene Risiko veralteter Anlagen
Der Einsatz von Volta-Bändern kann Verarbeitern enorme Desinfektionskosten ersparen, doch das ist nur ein Teil der möglichen Einsparungen. Viele Volta-Bänder werden auf unhygienischen Förderern montiert, bei denen zwar die Fläche mit Lebensmittelkontakt verbessert wird, Schmutzfallen an den Förderern jedoch übersehen und ignoriert werden. In vielen Fällen sind sich Verarbeiter der verborgenen Risiken nicht bewusst, die entstehen, wenn sie mit vorhandenen Anlagen weiterarbeiten, ohne zumindest deren Zustand zu überprüfen.
Inzwischen wächst das Bewusstsein für die Gefahren und möglichen Kosten, die entstehen, wenn man zu lange an veralteten oder minderwertigen Anlagen festhält. Selbst kürzlich gekaufte Maschinen können Risiken bergen, wenn sie nicht nach hygienischen Prinzipien konstruiert sind, und die rechtliche Haftung wird in der Regel an der Übereinstimmung mit einem bestimmten Stand der Technik gemessen.
Da die Global Food Safety Initiative die EHEDG-Leitlinien inzwischen als „Benchmark“ übernommen hat, sind die darin enthaltenen Informationen für jeden Verarbeiter von großer Bedeutung, der das geringstmögliche Risiko und potenziell eine geringere Gefährdung durch Sammelklagen wegen lebensmittelbedingter Erkrankungen anstrebt.
Angesichts zunehmender Bedrohungen durch Krankheitserreger und weltweit steigender Ausbrüche lebensmittelbedingter Erkrankungen sind Bänder nach Hygienic Design keine Empfehlung mehr, sondern eine Notwendigkeit – und Voltas Engagement reicht über das Band hinaus bis zu hygienischen Aspekten der Förderer. Unsere Positive-Drive-Modelle wie Super Drivetm und MiniSuper Drivetm unterstützen die fortlaufende Entwicklung der Förderkonstruktion hin zu schlanken, hygienischen Modellen, die auf dem Konzept der Reinigbarkeit basieren.
Überzeugen Sie sich selbst
Volta Belting lädt Sie ein, hygienisches Fördern zu erleben. Entdecken Sie, wie wir Lebensmittelverarbeitern weltweit helfen, schon heute die Hygienestandards von morgen zu erfüllen.